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Gesundtanzen durch Bauchtanz

Über den Ursprung des Orientalischen Tanzes gibt es vielerlei Bücher mit unterschiedlichsten Geschichten. Hiermit möchte ich jedoch die Grundtechnik mit einer Auswahl an Variations- möglichkeiten vorstellen. Diese sind lediglich eine kleine Hilfestellung und Anregung zum freien Tanzen.

Um diese Seite zu schreiben, haben mich vor allem meine Schülerinnen ermutigt. Nach dem Training fehlte ihnen zuhause die Grundlage, um vernünftig das üben zu können, was wir im Unterricht geübt und besprochen haben. Der Bauchtanz ist eine der gesundesten Sportmöglichkeiten, die wir haben.

An der Sporthochschule Köln hat Professor Dr. Ingo Froboese eine wissenschaftliche Studie über den Orientalischen Tanz gemacht.

Das er wohltuend für den Körper ist und auch glücklich macht, haben schon viele am eigenen Körper erfahren. Die Beweglichkeit wurde verbessert, der Gang wurde aufrechter und sogar Verspannungen oder Rückenprobleme werden mit der Zeit besser.

Der Orientalische Tanz hat eine positive Wirkung auf unser Herz- und Kreislaufsystem. In den Anfängen können 45-60 Minuten Bauchtanz einen positiven Reiz auf unser Fettstoff- wechselsystem haben.

Bauchtanz trainiert die Tiefenmuskulatur des Rückens und stabilisiert die Wirbelsäule. Die Hüftacht, der Hüftkreis und der Stupser sind ideale Bewegungen, um die Rückenmuskulatur zu kräftigen.

Die entscheidende Rolle bei Rückenproblemen spielen nicht die großen Rückenmuskeln, sondern kleine Muskelgruppen, die tief in Inneren der Wirbelsäule liegen und die einzelnen Wirbelgelenke miteinander verbinden. Diese sind dafür da, die Wirbelsäule zu stabilisieren, insbesondere bei Belastung.

Die Tiefenmuskulatur braucht eine bestimmte Reizsetzung, die durch den Wechsel rechts - links, rechts - links gekennzeichnet ist, um stimuliert zu werden. An Geräten im Fitness- studio kann man diese Muskulatur nicht trainieren. Ein solches assymetrisches Training findet jedoch durch dei abwechslungsreichen binnenkörperliche Bewegungen beim Bauchtanz statt.

Die Bandscheiben sind durchblutet. Man kann sich dies wie ein Schwamm vorstellen. Sie werden ausgepresst und saugen sich wieder voll. Um über das Blut ausreichend mit Nähr- stoffen versorgt zu werden, brauchen sie Bewegung als Reiz. Bewegungsmangel ist für Bandscheiben daher fatal, dann trocknen sie aus. Dem beugt regelmäßiges Bauchtanzen höchst effektiv vor. Durch die kontrollierten rhytmischen und zyklischen Bewegungen beim Bauchtanz werden die Bandscheiben besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Der Kapuzenmuskel ist bei nahezu allen Übungsformen mit einbezogen und aktiv. Der gerade Bauchmuskel wird vor allem trainiert mit den Übungen Stupser, Twist, Hüftkreis und seit- licher Hüftkreis. Beim Schimmi trainieren wir vor allem die Gesäßmuskulatur (Gluteal- muskulatur).

Bei akuten gesundheitlichen Problemen sollte immer der Arzt befragt werden. Bauchtanz ersetzt keine ärztliche Behandlung, er kann sie aber sehr wirksam ergänzen.

Mehr Infos gibt es unter www.zfg-koeln.de.

 
Majidah · Anja Heidinger-Pohlmann
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